Kissen auf Reisen

Kissen von Christiane

Ich bin göttlich

Das Kissen mit dem Satz „Ich bin göttlich“ habe ich zum ersten Mal in Christianes Praxiszimmer gesehen. Sie hat es für sich selbst verwendet und saß darauf während ihrer Coachings und energetischen Arbeit.
„Ich bin göttlich“ erklärte sie mir, habe nichts mit einem anmaßenden Vergleich mit Gott zu tun, sondern eher mit einem positiven Impuls, die Stimulierung des Bezug zum Göttlichen allgemein, den jeder in sich trägt.
Ich sah das Kissen dann wandern und sich entwickeln. Während sich Farben, Formen und Materialien wandelten, blieb der Spruch derselbe. Das wunderte mich ein wenig. Denn Christiane mag die Vielfalt und die Veränderung. Ich dachte aus der Entfernung, es sei ein Spruch unter vielen, wie jene, die am Ende der energetischen Arbeit dem Klienten mit auf den nächsten Wegabschnitt gegeben werden.
„Ich bin göttlich“ blieb.
Eines Tages landete das Kissen bei mir. Irgendetwas sprach mich nun an. Ich legte es in derselben Nacht unter das Kopfkissen… und schlief einen ruhigen und tiefen Schlaf, wie in einer Art Geborgenheit. Die Qualität des Schlafs war anders. Ruhiger, selbstverständlicher. Schlafen, Einschlafen hat ja auch etwas mit Vertrauen und sich Fallenlassen zu tun. In der folgenden Nacht habe ich das Kissen ein weiteres Mal verwendet. Und dann ging es wieder auf Reisen.
Da merkte ich, welchen Unterschied es macht und warum es keine Vielfalt an Sprüchen braucht, sondern im Wesentlichen diesen: „Ich bin göttlich“.
Darin liegt für mich die große Kunst von Christiane: Ihre Arbeit, bzw. einen heilsamen Impuls auf das Wesentliche zu reduzieren. „Ich bin göttlich“ berührt eine Seite, die wir im Regionalen, im Biotrend, im Yoga usw. suchen: die Verbindung zum Sein, zum Natürlichen, zum Göttlichen. Das Schöne dabei ist: Es läuft nicht über den Verstand, sondern über die Intuition. Und schließlich über das Gefühl, sich gut zu fühlen, wenn man mit dem Kissen und dem Satz in Berührung kommt.
„Ich bin göttlich“ – darauf gesetzt, gespürt und wahrgenommen. Das ist sehr einfach und basal. Und deshalb so universell.

Je suis divine – mit und ohne Kissen

Das Kissen holte mich also am 16.01.2015 über Umwege ein. (Danke Regine für deine Geduld!) Die damit verbundene Einladung zum Sitzen nahm ich gerne an, denn „zur Ruhe kommen“ tut mir gerade mal wieder gut. Außerdem gefällt mir das Kissen, so wie es beschaffen und beschriftet ist, rundum. Das „Schmuckstück“ begleitet mich seit Januar bei unterschiedlichsten Sitzgelegenheiten zuhause und unterwegs. Ich nutzte es bisher schreibend, lesend, zeichnend, beobachtend, meditierend, meist in aller Stille, bisher nie im „öffentlichen Raum“.

Zeitweise nimmt es in den Häusern von Freunden Platz; dort wird es geprüft, bedacht, mal bewundert oder auch kritisch besprochen; ähnelt es doch so gar nicht den üblichen Accessoires moderner Wohnkonzepte. Das Kissen wurde stets experimentierfreudig aufgenommen und dann mit leichtem Bedauern wieder zurück gegeben, denn Mann und Frau kann sich gut an sein – im wörtlichsten Sinne – PO-ETISCHES Dasein gewöhnen.

Weich, ästhetisch, in sich ruhend und wortstark („Ich bin göttlich“- Wow!) regt es zum Nachdenken und Sprechen über Gott und die Welt, über die eigene Existenz ein.

Ein Anstifter-Kissen also!

Mich veranlasste das Sitzen auf dieser götterspeisegrünen Unterlage auch zu feministisch-theologischem Denken.

Ich sitze – also bin ich…weiblich, göttlich, gottebenbildlich mit Leib und Seele – entgegen frauenfeindlichen christlichen oder anderen religiösen Traditionen, zum Trotz noch heute bestehender Vorurteile und Diskriminierungen gegenüber meiner weiblichen Wesensart, Lebensart, Denkweise.

Ich besetzte das Kissen und jeden beliebigen Ort (auch ohne Kissen) mit meiner Weichheit und Wachheit, mit meinem Gewicht als Frau, Geliebte, Mutter, Akteurin meines Lebens, in meiner schöpferischen Kraft, in meinen unterschiedlichen Rollen, in meiner Stärke und Verletzlichkeit, in meinem Bewusstsein an meine Vergänglichkeit und in der Ahnung eines ewigen Lebens.

Bei der Literaturrecherche, treffe ich auf das passende Gedicht einer meiner Lieblingsautorinnen, der nicaraguanischen Dichterin Gioconda Belli, „Und Gott machte eine Frau aus mir“. Ich will es an dieser Stelle zitieren:

„Und Gott machte eine Frau aus mir,
mit langem Haar,
Augen,
Nase und Mund einer Frau.
Mit runden Hügeln und Falten
Und weichen Mulden,
höhlte mich innen aus
und machte mich zu einer Menschenwerkstatt.
Verflocht fein meine Nerven
Und wog sorgsam
meine Hormone aus.
Mischte mein Blut
Und goss es mir ein,
damit es meinen Körper
überall bewässere.
So entstanden die Gedanken,
die Träume,
die Instinkte.
All das schuf er behutsam
Mit seinen Atemstössen
und seiner bohrenden Liebe,
die tausendundein Dinge, die mich täglich zur Frau machen, deretwegen ich stolz jeden Morgen aufwache und mein Geschlecht segne.“

Meine Freundin Claire probierte das Kissen an mehreren Tagen aus und stellte fest, es habe eine stärkende, aufheiternde Wirkung auf sie ausgeübt. Claire ist seit Jahrzehnten aufgrund einer Erkrankung, motorisch stark eingeschränkt und pflegt bewundernswert ihre Rest-Gesundheit, ihre Schönheit und ihren schwarzen Humor. Sie ist bekennende Atheistin und spricht in Verbindung mit Ihrer Sitzerfahrung auf dem „Ich bin göttlich“- Kissen von hilfreicher Selbstsuggestion. Der Satz „Selbstbekräftigung ist die tiefgreifende und schwierigste politische Arbeit , die es gibt“, stammt von der afro – amerikanischen Schriftstellerin Audre Lorde. Dem ist nicht zu widersprechen, wie ich meine, wenn diese Arbeit auch auf einem runden, bunten Kissen gelingt. Wäre dein Kissen käuflich, liebe Christiane, würde ich gerne eine Bestellung aufgeben.

Christianes „Ich bin göttlich“-Idee hat für mich etwas von einer symbolischen Liebeserklärung, die sich an mich selbst und andere richtet, die mir die alltägliche Gegenwart eines liebenden Gottes leibhaftig ins Bewusstsein ruft.

Heute werde ich dieses hübsche, zur Materie gewordene Symbol mit zu einem protestantischen Valentinstag-Gottesdienst nehmen.
Freundinnen luden mich zu dieser Veranstaltung ein und ich bin schon jetzt gespannt darauf, wer an diesem Abend auf Christianes Kissen Platz nehmen möchte.

Ich bin göttlich – das Kissen

Ich hielt das Kissen am 24.12.14, an Heilig Abend,  in meinen Händen und probierte  es natürlich gleich aus. Es fühlte sich gut weich und warm an. Es ist eine runde Sache.
Wenn ein Essen göttlich ist, dann ist es fantastisch. Der Koch oder die Köchin hat etwas Gutes erschaffen. Göttlich heißt natürlich auch schöpferisch zu sein. Das Kissen gibt einen Wachstumsschub. Sein eigenes Ding machen heißt die Devise.

Ich nahm das Kissen am ersten Weihnachtsfeiertag zu unserer Verwandtschaft mit.
Jeder, der wollte, durfte es ausprobieren.
Es gab natürlich auch Leute, denen der Spruch suspekt war. Dann gab es Diskussionen: „Ich bin doch nicht Gott!!!“
Mein Schwager, der Theologe ist, setzte sich drauf und sagte, dass in der Bibel – dem Buch der Bücher –  in Joh. 10,34-39  steht: Jesus antwortete: >> In eurem eigenen Gesetz heißt es doch: >Ich habe euch gesagt: Ihr seid Götter.>

und in Ps. 82,6 Ich hatte zwar gesagt: >Ihr seid Götter, meine Söhne seid ihr, Söhne des Höchsten!<

Nachdem meine Schwiegermutter darauf gesessen hatte, bedankte sie sich bei mir mehrmals für die Hilfe bei der Feier, sie war überschwänglich dankbar.
Meine Kusine setzte sich drauf und fühlte sich richtig gut, sie sagte zu mir sie wolle auch so ein Kissen.
Ich lasse mich gleich mit 3 Bestellungen für solch ein Kisten auf Christianes Warteliste setzen.

Wenn man sich auf das Kissen setzt, fliegt immer ein Lächeln über‘ s Gesicht.

Am 12.1.2015 wollte ich das Kissen meiner Freundin Susanna weiter geben. Sie kam deshalb extra vorbei, wir unterhielten uns, aber sie vergaß das Kissen als sie ging. O.K., nicht schlimm, da wir am Abend auf der Demo „Je suis charlie“ verabredet waren. Wir trafen uns aber nicht, weil sie wegen des Verkehrs gar nicht bis zur Demo kam.
Dafür traf ich auf der Demo zwei Freundinnen, die ihre Kinder in der von uns vor über 20 Jahren gegründeten Kinderkrippe hatten. Nach der Demo gingen wir noch Essen. Das Kissen wurde natürlich sofort ausprobiert. Die eine setzte sich drauf, sie richtete sich nun im Sitzen sofort auf. Das heißt also, sie wuchs!!! Die andere wollte es nicht mehr hergeben.

Ich glaube fast, das Kissen macht sein eigenes Ding. Es findet sogar Umwege über eine Demo, um zu anderen Personen zu gelangen.
Dann am 16.1.2015 kam meine Freundin Susanna wieder wegen des Kissens vorbei.Wir hatten ca. eine Stunde Zeit und besprachen ein Thema, mit dem sie sich schon Monate lang beschäftigte. Wir fanden eine Lösung.

Jetzt ist das Kissen bei ihr, ich bin mal gespannt wie es weitergeht?